Wirtschaftlichkeitsanalyse
Definition
Wirtschaftlichkeitsanalyse ist der Oberbegriff für Verfahren zur systematischen Untersuchung des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen unterschiedlicher Handlungsalternativen mit dem Ziel, die wirtschaftlichste Lösung zu ermitteln (vgl. Wirtschaftlichkeit).
Arten der Wirtschaftlichkeitsanalyse
Man unterscheidet mehrere Arten von Wirtschaftlichkeitsanalysen. Betriebsintern gibt es zunächst mehrere rein monetär ausgerichtete Verfahren, etwa die Kostenvergleichsrechnung. Berücksichtigt man darüber hinaus nichtmonetäre Effekte, spricht man von einer betrieblichen Nutzwertanalyse. Geht man darüber hinaus noch auf gesellschaftliche Aspekte außerhalb des Betriebes ein, spricht man von Nutzen-Kosten-Untersuchungen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Die drei Begriffe Wirtschaftlichkeitsanalyse, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und Wirtschaftlichkeitsrechnung werden in der Praxis oft synonym verwendet, lassen sich aber wie folgt unterscheiden:
- Die Wirtschaftlichkeitsanalyse bezeichnet die Methode bzw. Analyseart (monetär, Nutzwert- oder Nutzen-Kosten-Verfahren).
- Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist das konkrete, häufig gesetzlich vorgeschriebene Verfahren, mit dem vor einer Entscheidung – insbesondere bei Investitionen – die wirtschaftlichste Alternative ermittelt wird.
- Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist die dabei angewandte rechnerische Ermittlung und der Vergleich der jeweiligen Kosten.
Wenn § 12 KomHKVO (Niedersachsen) bzw. § 13 KomHVO NRW (Nordrhein-Westfalen) einen „Wirtschaftlichkeitsvergleich“ vor Investitionsentscheidungen verlangen, greifen sie methodisch auf die hier beschriebenen Arten der Wirtschaftlichkeitsanalyse zurück.
Siehe auch: Wirtschaftlichkeit, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Nutzwertanalyse